Die Erhaltungsrücklage ist das gemeinsame Sparkonto einer Eigentümergemeinschaft für Reparaturen und Sanierungen am Gemeinschaftseigentum. Jeder Eigentümer zahlt monatlich mit dem Hausgeld ein.
Wie hoch sollte sie sein?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Maßgeblich sind Alter, Zustand und anstehende Maßnahmen. Als Orientierung nutzen Verwalter Formeln wie die Peters'sche Formel oder Werte pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Ältere Gebäude brauchen mehr.
Was eine kleine Rücklage bedeutet
- Große Maßnahmen wie Dach oder Fassade werden per Sonderumlage bezahlt.
- Sonderumlagen können mehrere tausend Euro pro Wohnung betragen.
- Die Rücklage gehört der Gemeinschaft. Beim Kauf zahlen Sie sie nicht extra, sie ist aber im Preis enthalten.
Was Sie anfordern
Den aktuellen Stand aus der letzten Jahresabrechnung, den Wirtschaftsplan und die Protokolle mit geplanten Maßnahmen.
Häufige Fragen
Mindert die Rücklage die Grunderwerbsteuer?
Nach aktueller Rechtsprechung nicht. Der Anteil an der Rücklage wird nicht vom Kaufpreis abgezogen.
Wer zahlt eine Sonderumlage nach dem Kauf?
Wer bei Fälligkeit Eigentümer ist, sofern der Vertrag nichts anderes regelt.
Aktualisiert am . Keine Rechtsberatung. Klären Sie Ihren Einzelfall mit einem Anwalt oder Notar.