Wird ein Dachboden zu Wohnraum ausgebaut, ist das eine Nutzungsänderung und in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Gefordert sind unter anderem ausreichende Raumhöhe, ein zweiter Rettungsweg, Brandschutz und Wärmeschutz nach dem Gebäudeenergiegesetz. Ohne Genehmigung ist der Raum keine rechtlich gesicherte Wohnfläche.
Was ein ungenehmigter Ausbau bedeutet
- Die Fläche zählt nicht als Wohnfläche. Rechnen Sie nach: Wohnfläche berechnen.
- Die Bauaufsicht kann die Nutzung untersagen, wenn Rettungsweg oder Brandschutz fehlen.
- Versicherungen und Banken können Probleme machen.
- Die nachträgliche Genehmigung kann Umbauten erfordern, etwa ein größeres Fenster.
Prüfliste vor dem Kauf
- Genehmigung oder Bauakte bei der Gemeinde einsehen, mit Vollmacht des Verkäufers
- Dämmung, Feuchte und Holz auf Schäden prüfen, siehe Hausschwamm
- Bei Wohnungen: Gehört der Dachboden überhaupt zur Wohnung? Siehe Teilungserklärung.
Quellen
Aktualisiert am . Keine Rechtsberatung und kein Gutachten. Klären Sie Ihren Einzelfall mit Notar, Anwalt oder Sachverständigem.